Wann ist Sport ungesund?

 

VerletzungNichtsportler und Menschen, die einfach zu bequem sind, um sich zu bewegen und Sport zu treiben, verwenden im Volksmund sehr gern die Redewendung, dass Sport Mord ist. Dies soll die eigene Bequemlichkeit schützen und dient als Ausrede, wenn es darum geht, sich sportlich zu betätigen.

Für jeden gibt es eine passende Sportart

Es gibt viele individuelle Gründe, warum Menschen Sport treiben. Durch den Sport finden Personen zueinander und es ist eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gewährleistet. Eine aktive, sportliche Betätigung lässt die Sorgen des Alltags in den Hintergrund treten. Erwiesenermaßen wird durch Sport das Herz-Kreislauf-System gestärkt; nicht umsonst ist der Sportunterricht ein fester Bestandteil in unseren Schulen. Für jeden Charakter und für fast jede Vorliebe gibt es die passende Sportart. Wenn Sie die Ruhe lieben und den Einklang mit der Natur suchen, dann sind Laufen/Joggen, Nordic Walking, Wandern und Klettern richtige Sportarten, um abzuschalten. Mannschaftssportarten eigenen sich gut, um mit anderen Menschen zu trainieren, gemeinsam zu lernen und sportliche Erfolge zu erzielen. Kampfsportarten bringen Konzentration, Ruhe und Gleichgewicht in unser Leben. Durch das Beherrschen einzelner Kampfkünste wird das eigene Selbstbewusstsein gestärkt. Insgesamt bringt Sport uns Menschen sehr viele positive Aspekte wie Ausdauer, Fitness, Ehrgeiz, Disziplin, Konzentration, Ruhe – um an dieser Stelle nur einige Punkte zu nennen.

Kann Sport wirklich süchtig machen?

Vieles im Leben kann zu einer Sucht werden; es gibt tausende Menschen, die an Alkoholismus, Drogensucht, Nikotinsucht oder Tablettenabhängigkeit leiden – alles Krankheiten, die Ihre Ursachen in der Lebensgeschichte der Menschen haben. Immer mal wieder finden sich in der Presse Artikel, die sich um das Thema Sport und Sucht drehen. Es gibt tatsächlich Sportler, die ihr gesamtes Leben nach dem Sport ausrichten. Dies ist eigentlich nicht schlimm und wenn Menschen erfolgreich sein möchten, dann ist dies auch dringend notwendig. Dies gilt aber auch für andere Bereiche des Lebens; ein Musiker oder Wissenschaftler wird nie wirklich erfolgreich sein, wenn er sich nicht völlig dem verschreibt, was er liebt. Problematisch kann es aber werden, wenn Sportler auf körperliche Signale nicht mehr reagieren. Denn jeder Schmerz ist ein Zeichen des Körpers, dass im Augenblick etwas nicht stimmt. Hier gilt es wachsam zu bleiben. Ab wann Sport wirklich eine Sucht ist, ist schwer definieren; es gilt wie in anderen Bereichen des Lebens auch: Aufpassen und auf Signale von außen und des eigenen Körpers reagieren.

Die richtige Belastung im Sport finden

In einigen Sportarten ist von häufigen Verletzungsfällen die Rede, was schnell den Eindruck erwecken kann, dass Sport ungesund ist. Das Problem hierbei liegt meist auf einer anderen Ebene, denn gerade ältere und untrainierte Menschen sollten unbedingt vor dem Sport einen Facharzt aufsuchen, der sportspezifische Belastungspunkte genauer untersuchen kann und eine Unbedenklichkeit gegenüber der einzelnen Sportart bescheinigt. Bei Sportarten, die eine hohe Belastung der Sehnen und Bänder verursachen, muss kontrolliert trainiert werden; häufige Verletzungsgründe sind ein zu schnelles Anheben der eigenen Leistung, unsachgemäße Ausführung von Übungen und auch übertriebener Ehrgeiz. Der Körper muss sich an die Leistung und Belastung gewöhnen. Wer zu viel in kürzester Zeit im Sport erreichen möchte, begibt sich in die Gefahr einer Schädigung des Körpers.

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