Gesunder Rücken durch Stärkung der Muskulatur

 

Was die Karosserie für ein Auto ist und das Fundament für ein Haus, das ist unser Rücken für die Statik und Beweglichkeit des menschlichen Körpers. Er ist immer im Einsatz, wird ständig beansprucht – und oft auch geschunden. Dabei sind der bewusste Umgang mit dem Rücken und die Stärkung der Rückenmuskulatur ein wesentlicher Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden. Ein schöner Rücken kann entzücken – Sie kennen das Sprichwort. Leider stimmt aber auch: Ein geschundener Rücken kann ganz schön zwicken.

Unser Rücken – ein empfindliches Meisterwerk

Rückenbeschwerden bis hin zu Bandscheibenvorfällen gehören zu den häufigsten Volksleiden in Deutschland und sind typische Krankheitsbilder einer bewegungsarmen Wohlstandsgesellschaft. Die Ursache dafür ist, dass der Rücken zu wenig gefordert oder falsch belastet wird. Unser Rücken enthält mit der Wirbelsäule eines der komplexesten Elemente und mit Trapezius und Latissimus dorsi zwei der größten Muskeln des menschlichen Körpers. Er ist an praktisch allen Bewegungen beteiligt und wird dadurch ständig gefordert. Es ist daher wichtig, dass mit diesem technischen Präzisionswerk bewusst und schonend umgegangen wird, damit es seine Aufgaben lange und ausfallfrei erfüllen kann. Dazu gehört, dass auch gesunde Menschen ohne Beschwerden ihre Rückenmuskulatur gezielt stärken.

Prävention durch gezieltes Training der Rückenmuskulatur

Zur Stärkung der Rückenmuskulatur gibt es ein dreistufiges Vorgehen. Die erste Stufe besteht darin, Fehler zu vermeiden. Dazu gehören insbesondere das falsche Heben von schweren Gegenständen oder eine rückenschädigende Haltung, etwa am Büroarbeitsplatz. Bleiben Sie nicht den ganzen Tag regungslos auf Ihrem Stuhl sitzen, sondern variieren Sie regelmäßig Ihre Sitzhaltung, stehen Sie zwischendurch auf. Übrigens beinhaltet diese Stufe auch eine gesunde Ernährung, denn Übergewicht führt häufig zu Fehlhaltungen und bedroht ebenfalls die Rückengesundheit. Die zweite Stufe folgt dem Motto: Die Muskeln wollen bewegt werden. Um Rückenbeschwerden zu vermeiden, hilft jede Form von Bewegung und sportlicher Betätigung, wie Joggen oder Schwimmen. Aber Vorsicht: Der richtige Umgang mit dem Rücken muss oft erst gelernt werden. Andernfalls können falsch ausgeführte Übungen mehr schaden als nützen. Wer diesen Weg gehen möchte, der sollte sich deshalb professionellen Rat holen. Dafür stehen Rückenschulen zur Verfügung, die mit der richtigen Ausführung von Rückenübungen vertraut machen. Wer mag, kann die Übungen zu Hause machen. Dazu braucht man oft nicht mehr als eine weiche Unterlage, etwa eine Trainingsmatte. Wer lieber in Gesellschaft als allein trainiert, besucht die Rückenkurse in einem gut betreuten Fitness-Studio. Dort stehen außerdem ausgeklügelte Trainingsgeräte für diejenigen zur Verfügung, die sich aus sportlichem Ehrgeiz noch ein bisschen mehr fordern möchten.

Im Notfall hilft nur noch der Gang zum Experten

Falls es doch zu Rückenbeschwerden kommt, gilt drittens: Jetzt führt um eine professionelle Behandlung kein Weg mehr vorbei. In der Regel lassen sich Rückenschmerzen gut behandeln, meist ohne operativen Eingriff. Der erste Ansprechpartner ist der Arzt, danach wird der Patient wahrscheinlich die Hilfe von einem Krankengymnasten in Anspruch nehmen. Später führt vielleicht auch dann der Weg ins Fitness-Studio. Auch hierbei können die oben angesprochenen Übungen eingesetzt werden, nach erfolgter Diagnose allerdings gezielt auf das jeweilige Krankheitsbild zugeschnitten. So können die Beschwerden überwunden und der Rücken wieder der Garant für viel Bewegungsfreude werden.

Foto: Ljupco Smokovski – Fotolia

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